Pellets

Nutzungsmöglichkeiten Maisstroh: Pellets

Pellets bestehen aus getrocknetem naturbelassenem Maisstroh. Sprich aus Abfall der Landwirtschaft. Die genormten zylindrischen Presslinge haben einen Durchmesser von ca. 4-10 mm und sind 20-50 mm lang. Sie werden unter hohem Druck ohne Zugaben von chemischen Bindemitteln hergestellt und haben einen  Brennwert von ca. 5kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdgas, Erdöl) gelten biogene Brennstoffe als klimaschonend, da es durch ihre Nutzung kaum zur Erhöhung der Konzentration an klimawirksamen Gasen in der Erdatmosphäre kommt. Klimawirksame Gase sind vor allem Kohlendioxid  (CO2), das bei der Verbrennung fossiler E-nergieträger freigesetzt wird, aber auch Methan (CH4) oder Distickstoffoxid (N2O). Diese Gase gelten als Hauptverantwortliche für den anthropogenen, also den nicht natürlichen Treibhauseffekt ; dieser führt letztlich zur Veränderung des Weltklimas.

In der Praxis bedeutet das z.B. für einen Schweinemastbetrieb, bei dem das Maisstroh nach der Futtermittelgewinnung als Abfall entstanden ist eine enorme wirtschaftliche Einsparung. Bei Mastschweinen geht man von einem jährlichen Elektroenergiebedarf von bis zu 40 kWh pro Mastschwein aus. In der Sauenhaltung rechnet man mit einer Kennzahl von etwa 100 kWh pro Sauenplatz. Ein durchschnittlicher Mastbetrieb hält ca. 1.500 Mastschweine. Er benötigt im Jahr also ca. 6.0000 Kwh Energie zum Heizen seiner Ställe. Dieses entspricht mindestens 6.000 Liter Heizöl. Durch die einmalige Investition in eine Pelletheizung ist er in der Lage langfristig die Umwelt zu schonen und Geld einzusparen.