Nutzungsmöglichkeiten Maisstroh
Nutzungsmöglichkeiten Maisstroh: Biogas

Der landwirtschaftliche Reststoff Körnermaisstroh ist ein sehr interessantes Subtract für die Biogasproduktion, da er ein beachtliches, bislang ungenutztes, theoretisches Potenzial von jährlich ca. 1,4 Mio t Trockenmasse (TM) aufweist und in Batchversuchen hohe Methanausbeuten von 80 - 90 % im Vergleich zu Silomais erzielt. Eine wesentliche Herausforderung für die Nutzung von Maisstroh ist die Bergung von Maisstroh.

Und da kommt unser Strohmax 5000 ins Spiel, eine Maschine welche bis zu 90% Maisstroh ernten kann.

»Mais gehört auf den Teller, nicht in Biogasanlagen«, solche Einwände werden immer öfter laut. Sie richten sich gegen die Vergärung von Lebensmitteln in Biogasanlagen, mit denen Strom und Wärme erzeugt werden. Gegner befürchten unter anderem, dass diese Energieerzeugung die Lebensmittelpreise nach oben treibt. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden haben mit mehreren kleinen und mittelständischen Unternehmen erstmals eine Biogasanlage entwickelt, die gänzlich ohne lebensmitteltaugliche Rohstoffe auskommt. »In der Pilotanlage werden ausschließlich Reststoffe aus der Landwirtschaft, etwa Maisstroh, also die Maispflanze ohne Kolben.

Es wird damit 30 Prozent mehr Biogas als in herkömmlichen Anlagen produziert. !!

Aber auch in herkömmlichen Anlagen kann das bis dato Abfallprodukt „Maisstroh“ verwandt werden. Untersuchungen innerhalb der Testphase haben gezeigt, dass Maisstroh einen Biogasertrag von Ca. 395 cbm je Tonne hat und das aus einem Material welches sehr häufig nur als Abfall behandelt wird !

Nutzungsmöglichkeiten Maisstroh: Pellets

Pellets bestehen aus getrocknetem naturbelassenem Maisstroh. Sprich aus Abfall der Landwirtschaft. Die genormten zylindrischen Presslinge haben einen Durchmesser von ca. 4-10 mm und sind 20-50 mm lang. Sie werden unter hohem Druck ohne Zugaben von chemischen Bindemitteln hergestellt und haben einen  Brennwert von ca. 5kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdgas, Erdöl) gelten Biogene Brennstoffe als Klima schonend, da es durch ihre Nutzung kaum zur Erhöhung der Konzentration an klimawirksamen Gasen in der Erdatmosphäre kommt. Klimawirksame Gase sind vor allem Kohlendioxid  (CO2), das bei der Verbrennung fossiler E-nergieträger freigesetzt wird, aber auch Methan (CH4) oder Distickstoffoxid (N2O). Diese Gase gelten als Hauptverantwortliche für den anthropogenen, also den nicht natürlichen Treibhauseffekt ; dieser führt letztlich zur Veränderung des Weltklimas.

In der Praxis bedeutet das z.B. für einen Schweinemastbetrieb, bei dem das Maisstroh nach der Futtermittelgewinnung als Abfall entstanden ist eine enorme wirtschaftliche Einsparung. Bei Mastschweinen geht man von einem jährlichen Elektroenergiebedarf von bis zu 40 kWh pro Mastschwein aus. In der Sauenhaltung rechnet man mit einer Kennzahl von etwa 100 kWh pro Sauenplatz. Ein durchschnittlicher Mastbetrieb hält ca. 1.500 Mastschweine. Er benötigt im Jahr also ca. 6.0000 Kwh Energie zum Heizen seiner Ställe. Dieses entspricht mindestens 6.000 Liter Heizöl. Durch die einmalige Investition in eine Pelletheizung ist er in der Lage langfristig die Umwelt zu schonen und Geld einzusparen.

Nutzungsmöglichkeiten Maisstroh: Futtermittelherstellung

Untersuchung des in der Probephase gewonnen Maisstrohs durch die „ LUFA „ haben ergeben, dass sich Maisstroh problemlos zur Fütterung eignet. Im Beratungsgespräch mit Herrn Dr. Martin der Landwirtschaftskammer Münster wurde festgestellt, dass sich durch die Aufwertung des Maisstroh z.B. mit Biertreiber, Weizen oder Soja ein gut verdauliches Futtermittel erstellt werden kann.

Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittlicher Betrieb mit ca. 100 Rindern. Neben jährlichen Einsparungen  von über 20.000 Euro im Futtermitteleinkauf schont der Landwirt auch die Umwelt. Durch die Verwendung, des im eigenen Betrieb angefallen Maisstrohs vermeidet er Futteranlieferungen von teileweise mehreren 100 km.